Plöcking

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5. Lehen Brandl

Hausnummer 5

Auch dieses Lehen entstand, wie die übrigen Anwesen von Plöcking, um 1300 im Rahmen der Erstellung von Siedlungen für die Angestellten des Klosters und für die verschiedenen Handwerker. Fast das ganze 15. Jahrhundert war diesem Anwesen die Familie des „Hänsel Thaler“ ansässig. Der Name „Brandl“ kommt von einem Hans Prändtl, der um 1718 das Anwesen stiftete.

Um 1300 Entstehung des Anwesens als eines der 9 Lehen von Pleching.
Jährliche Abgabe 20 Pfennige;
1300-1417 jährlich 20 Pfennige;
1417 Hansl Taler 20 Pfennige;
1436-1438 Sippl, 20 Pfennige;
1439-1480 Hansel Taler; 20 Pfennige (KL 79, KL 80, KL 81)
1484 Hannsel Taler 20 Pfennige, Stiftmaß, Stifthenne, (KL 82, 60)
1487 Hannsel Taler, 60 Pfennige, Stiftmaß, Stifthenne; (KL 82, 178)


– 1485: Hansel Thaler, 20 Pfennige, Stiftmaß, Stifthenne;
„Wir haben mit diesem Johann Taler abgerechnet, und wir schulden ihm für seine Arbeit 1 Pfund 11 Pfennige; dies haben wir ausgeglichen in Geld, indem wir die Gilt, das Getreide und alles andere abgezogen haben;“ (KL 82, 60)

1492 Hans Eberl, 5. Lehen, 60 Pfennige, 1 Maß Wein, 1 Henne, Mai- und Herbststeuer 26 Pfennige; (KL 83, 173)
Harnach – Buch
– 1480: Hansel Taler/ Rott Hannsel, Haube, Handschuhe, Spieß
– 1492: Rothannsel/ Peter Pranpeck/ Lienhart Obermair, stachelige Haube, Handschuhe, Helmparten, Degen;
Steueranlage, (KL 19 1/2, 15, und 172)
1507 Hanns Eberl, hat 1 Roß für 2 Pfund, 2 Kühe für 4 Gulden; 2 Kälbl für 1 Gulden, Fahrnis im Haus für 1/2 Pfund; Zimmer und seine Rechte 8 Gulden;
1516 Peter Taler, Zimmer, Herrengunst 7 Pfund, 1 Roß 2 Gulden, 3 Kühe 6 Gulden; 1 Jungrind 5 Schillinge, macht 14 Pfund 7 Schillinge; hat gegeben 3 Schillinge 29 Pfennige;
NB. Der Name des Besitzers ist Peter Präpöckh; offenbar war der Hausname „Taler“, sodaß er auch Peter Taler hieß.
1500 Hanns Oberle, 2 Schillinge, 1 Maß Wein, 1 Henne, Mai-und Herbststeuer 26 Pfennige;
1515 Oetter Präpöckh (KL 94, 317)
1522 Leonhard Obermayr stiftet unm 5 Gulden. „Wenn er die Hofarbeit nicht verrichtet, muß er geben (statt 60 Pfennige) 1 Pfund Pfennige;
1542 Leonhard oder Hanns Hiebel, 6 Gulden. „Er soll neben der Hofarbeit geben 3 Schillinge; Stiftma%szlig; 6 Pfennige;
1572 Matthias Daller stiftet für 15 Pfund Pfennige. „Er gibt zur Gilt nur 2 Schillinge, da der Stiftung gemäß im folgenden Saalbuch der dritte Schilling nicht aufgesagt worden.“ (KL 94, 317)
– 1574-78: Mathes Taller, Lehen, gibt jährlich, wenn er arbeitet, 2 Schillinge, wenn er nicht arbeitet 1 Pfund Pfennige, Stiftmaß 14 Pfennige, Mai-und Herbststeuer 26 Pfennige; (KL 65, 71)
1604 Sebastian Ödlinger 21 Gulden;
1623 Mathias Ödlinger (Edlinger) Landschuld 30 Gulden;
„Muß für die 2 Schillinge neben der Hofarbeit geben 1 Pfund Pfennige; wenn er nicht arbeitet, gibt er 6 Schillinge mehr.“ (KL 94, 317; KL 6, 34)
1634 hat es angefangen, ïd zu liegen;
1636 „Ist Mayr wieder zu Haus kommen“. (KL 94, 317)
– 1643-50: Mathes Edlinger, 5. Hoflehen, leibgedingsweise, jährlich 1 Gulden 1 Schilling (= 1 Pfund Pfennige), Mai- und Hertststeuer 26 Pfennige, wenn er nicht arbeitet, muß er um 6 Schillinge mehr geben.“ (KL 8, 46)
1651 stiftet auf sich Matthes Schmidhover um 10 Gulden, jährliche Gilt 2 Gulden 11 Kreuzer 3 Heller, 1 Henne;
Mathes Schmidhover verheiratet mit Margaretha; (KL 94, 317)
Steuerbeschreibung 1671:
Marthin (!) Schmidhover, jährliche Gilt: 2 Gulden 11 Kreuzer 3 Heller; Leibgedingsgerechtigkeit 1651, 9. Juli, vom Kloster erkauft um 10 Gulden, jetzt geschätzt um 15 Gulden;
Viehbestand: 1 Schieboxen, 1 Kuh, 1 jähriges Jungrind, 1 Gaiß, jährliche Steuer: 3 Schillinge 3 Pfennige;
Sonstige Verpflichtungen, bzw. sonstiges Vermögen: Zu St. Martins Gotteshaus 2 Gulden: zu Niederscheyern Unserer Lieben Frauen, 1 Gulden 20 Kreuzer; (St 320, 74)
1683 übergibt Schmidhover seinem Tochtermann Martin Mayr, Anschlag 40 Gulden, Anfall 2 Gulden; verbleibt vorige Gerechtigkeit, auf des alten Schmidhovers Leib.
– 1683: 22 September verheiratet sich Martin Mayr, Pirnbach, Eltern: Sebastian und Maria, mit Maria Magdalena Schmidthoverin;
1700 2. April stiftet sich allein Simon Schmidhammer 20 Gulden, Leykauf 1 Gulden;
Simon Schmidhammer (Schmidhover ?) verheiratet mit Catharina; (KL 94, 317)
– 1697-1701: 5. Hoflehen, Martin Mayr / Simon Schmidhammer, Stift: 2 Gulden 11 Kreuzer 3 Heller, 1 Henne, Kirchentracht 4 Kreuzer;
– 1698: 14. März sind ihm verkauft worden 1 Schäffel Korn für 4 Gulden 30 Kreuzer daran hat er gleich bezahlt 2 Gulden, das übrige bringt er auf Ostern; Im gleichen Jahr, 9. Juni, sind ihm abermals verkauft worden 6 Strich Korn, um 2 Gulden 30 Kreuzer: davon gab er einmal durch Arbeit 30 Kreuzer, und dann wieder durch Arbeit 40 Kreuzer;
– 1700, 2. April, tauscht Simon Schmidthammer mit Martin Mayr von Pöcking, tut dan Anfall 15 Gulden, sogleich bezahlt worden; ebenso kauft er auf sich Leib um 20 Gulden, 1 Gulden Leykauf, die auch sogleich erledigt worden.
Die Ausenstände, die sich auf 52 Gulden 40 Kreuzer belaufen, übernimmt gleichfalls Schmidthammer. Und bezahlt jährlich hieran zur Stiftzeit, heuer angefangen 10 Gulden; (Kl A Ic11, 97)
1718 24. April stiftet auf sich Leib Hans Prantl, um 25 Gulden;
– 1718: 10. Mai verheiratet sich Joannes Präntl, Rinberg, mit Walburga Schmidthammerin, Plöcking; Eltern: Simon und Catharina;
1748 11. Juli stiftet Leib Martin Osterhuber, 25 Gulden; Leykauf 1 Gulden, Infulsteuer 22 Kreuzer 2 Pfennige;
– 1743: 26. November verheiratet sich Marin Osterhueber, Oberdummeltshausen, mit Maria Präntl, Plöcking;
– 1757: 21. Februar verheiratet sich (II. Ehe) Martin Oseterhueber, Witwer, mit Walburga Taller,
1785 23. Juni stiftet auf sich Leib, Johannes Zieglmayr, 25 Gulden, Leykauf 1 Gulden;
– 1785; 4. Juli verheiratet sich Johann Zieglmayr, Scheyern, mit Anna Osterhueber, Plöcking, Eltern: Martin und Maria;
1801 19. Juni stiftet auf sich Leib Johannes Firnbacher um 25 Gulden, Leykauf 1 Gulden,
– 1730-1802: Stift: 2 Gulden 11 Kreuzer 3 Heller, 1 Henne, Kirchentacht 4 Kreuzer; gezahlte Stift: 2 Gulden 15 Kreuzer, Infulsteuer, 1734: 22 Kreuzer (KL 15, 49; KL 17, 48)
U m l a g s – B u c h 1773:
Marin Osterhueber / Johann Zieglmayr, Obstler-Gut Hoffuß 1/16; Fourage-Anlage: 26 1/4 Kreuzer; Vorspann-Anlage: 4,5 0,5/8 Kreuzer; Herdstätte-Anlage: 25 Kreuzer; Summe: 55 Kreuzer; Steuer: 26 Kreuzer 4 Heller; (B 28, 10)
Um 1806 Lukas Wirzmüller
1832 18. September verheiratet sich (mit Übergabe) Marin Wirzmüller, * 8.1.1804, + 31.12.1867, mit Walburga Ippi, * 10.10.1805, + 9.10.1879;
6 Kinder, davon überlegend: Marin, * 18.12.1835; Walburga, * 9.12.34, + 18.7.57
1866 9. Januar verheiratet sich (mit Übergabe) Martin Würzmüller, * 18.12.1835, mit Katharina Hollner, Aresing, * 19.6.1840;
6 Kinder, davon überlebend: Rupert, * 26.3.1868, verh. in Reisgang; Barbara, * 7.4.1870, Schulschwester Hyacinta; Anna Maria, * 2.2.1873, Dominikanerin M. Rosa, + 31.8.1956; Peter, * 30.7.1875; Walburga, * 8.11.1877, verh. 19.11.1902 in Ilmried mit Wallner;
1904 22. Juni verheiratet sich (mit Übergabe) Peter Wirzmüller, * 30.7.1875, mit Anna Lederer, * 2.1.1874 in Ehrenberg;
Kinder: Maria,
1905 das Anwesen verkauft an Ulrich Breitsameter (eingetauscht)
Ulrich Breitsameter, * 10.7.1874, + 8.6.1925, verheiratet sich 30.7.1902 mit Franziska Detter, * 6.7.1883, Plöcking; (siehe Nr. 4, und Nr. 7 !)
16 Kinder, davon überlebend: Maria, Ulrich, Walburga, Johann B., Theresia,
– 1925: 24. November verheiratet sich (II. Ehe der Frau) Georg Wildgruber, * 27.3.1889, Ilmmünster, mit Franziska Detter, * 6.7.1883,
Kinder: Berchta, Helena;
NB. die Familie kaufte 1935 den Reitberger-Hof, Euernbach
1935 verkauft an Georg Ostermaier, Abeltshausen, * 1904; verheiratet 1935 mit Mathilde Hermann, Niedergeroldshausen, * 1906;
1979 Georg Ostermeier (!)

Grundsteuerkataster 17 111, Niederscheyern 1863, S.131
Ortschaft Plöcking, Haus Nr. 5
Brandl Martin Wirthmüller, mit Ehefrau Walburga
Das Brandlgütl hat der Ehemann Mairtin Wirtmüller laut Brief vom 5. September 1832 vom Vater Lukas Wirthmüller mit Plan Nr. 399 in der Steuergemeinde Hettenshausen im Anschlag zu 400 Gulden übernommen, seine Ehefrau Walburga, geborene Ippi, nach Ehevertrag vom nämlichen Tage in das ungeteilte Miteigentum seines Besitztums aufgenommen und mit derselben bezüglich des damaligen und künftigen Vermögens vollkommene Gütergemeinschaft geschlossen.

Das Brandlgütl im Jahr 1863
Nr. Bezeichnung Fläche Nr. Bezeichnung Fläche
410 Wohnhaus mit Stall, Stadtl mit Steuschupfe, Backofen und Hofraum 0,12
411 Gras-Baum-und Wurzgarten, der Hausgarten 0,67
438 Maiszellacker 1,28
439 Maiszellholz 1,19 Gemeinderecht
451 äußeres Maiszellholz 1,28 zu einem ganzen Teil and den
464 Washoferacker 1,47 noch unverteilten Gemeindebesitzungen
466 Washoferleiter oder Magdalenenacker 1,78 bei Haus Nr. 10 in
482 Legackerwiese 0,36 B. Walzende Besitzugen
483 Legacker 1,05 128 Niederscheyerer Gemeindeteil
491 Hainzlmaieracker 0,99 Wiese 0,44
505 Das Leitl 0,74
506 langer Acker 1,76 Zusammenstellung
511 Spitzacker 0,88 Fläche: 15,57 Tagwerk
514 Spitzackergrasweg 0,07 Verhältniszahl: 111,03
529 Mühletholz 1,49 Einfache Grundsteuer:
1 Gulden 51,03 Kreuzer

Übernommen aus:
Haus- und Familiengeschichte der Pfarrei und Hofmark Scheyern Band II Scheyern – Ost